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WEKA-Fallstudie: Alles anders als die Andern!

Zeitlose Themen - es gab und gibt sie immer:
•Proaktive Produktkonzepte
•Multi- und Crossmedialität
•Kundenorientierung/
  Marktforschung
•Multi-Channel-Vertrieb
•Unternehmer- Marktstruktur
•Team- und
  Führungsverantwortung
•Interner Erfahrungsaustausch
•Wachstum und Innovation
•Systematische
  Unternehmensentwicklung
•Werte, Menschen und Zahlen
•Stakeholder-Value-Balance
•Einzig- und Andersartigkeit
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Alle tun es ständig, keiner kann es wirklich ?!

Geschäftsführer und Vorstände tun es, Technik- und Finanz-
chefs tun es, Produktmanager und Marketingleiter tun es, Werbe- und Verkaufsleiter tun es, alle tun es - und Sie auch: Konzepte machen. Und doch hat kaum eine(r) eine klare Vorstellung davon, WIE er eigentlich das macht, WAS er da macht. Methode, Fehlanzeige. Goethe war da bereits weiter:"Das WAS bedenk', doch mehr bedenke WIE !"
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Die ABC-Blitzskizze: schneller geht's nicht !

Crossmediale Konzepte sind heute Standard in der Medienentwicklung. Aber was machen Sie, wenn Sie gleich fünf oder zehn Mitglieder Ihrer Marktfamilie konzipieren wollen ? 90 Felder ausfüllen ? Das will niemand. Schon gar nicht im ersten Anlauf. Aber ohne Konzept geht es schon gar nicht. Hier hilft die ABC-Blitzskizze - ein tolles Tool nach dem Motto "reduced to the max" !
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Produktentwicklungskurs: "Es liegt am Konzept ..."

Neuprodukte entwickeln, Relaunchprojekte steuern, crossmediale Markenfamilien ausbauen: immer kommt's darauf an, wie man es macht ! WIE entstehen bei Ihnen die Konzepte für Ihre Print-, Online-, Event-, Solution- und Mobile-Medien ? Arbeiten Sie mit dem besten Verfahren, das es zur Medienerstellung gibt. Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Auf das richtige Werkzeug kommt es an !

Geht es Ihnen auch oft so: Große Ideen, wichtige Forderungen, gescheite Vorträge - aber kaum ein Hinweis zum "WIE GEHT DAS ?" Ganz anders das 3x3. Es ist Werkzeug pur. Verschaffen Sie sich jetzt einen raschen Überblick zum verblüffend leistungsfähigen 3x3 Total Toolkit !
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Kundenintegration: Jetzt Selbsttest machen !

Alle meinen, sie seien schon kundennah. Meine Erfahrung sieht tagtäglich anders aus. Und es geht noch um viel mehr: den Kunden in die eigene Unternehmung zu integrieren - das ist was andres als nur Kundennähe. Lesen Sie jetzt, warum, und machen Sie unbedingt den Selbsttest !
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Konzeptions - Reihenfolge

Oft diskutiert - meist überschätzt: die Frage der genauen Folge der (neun) Konzeptions-Bausteine. Egal wo Sie anfangen, etwas anderes war immer schon vorher. Also eher "niedriger hängen". Aber eines ist eben doch wichtig: die Folge der drei Säulen. Beim Kunden beginnen, nicht beim Produkt. Das ist 3x3. Und daran hat sich natürlich bis heute nichts geändert. Im Detail gibt's aber doch kleine Unterschiede, die Sie als 3x3 Anwender oder Trainer kennen sollten.
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Winfried Ruf ein 65er: Reaktionen der Branche

In eigener Sache: Am 6. Oktober 2012 feierte der Gründer des 3x3 und Inhaber des Fachmedien Instituts seinen 65sten Geburtstag. Über die Reaktionen in der Branche berichten wir hier.

Profitieren Sie als 3x3 Partner vom Original!

Immer up to date in allen 3x3 Entwicklungen, vertiefte Insider-Infos, Gratisnutzung des premium-paid-contents auf der Instituts-Website, Gratis-Broschüren-Lieferung, Gratis-Seminarteilnahme, Dialog und Beratung mit/durch W. Ruf, werben dürfen mit 3x3 - reizen Sie diese Vorteile ? Dann werden Sie jetzt 3x3 Lizenzpartner wie bereits zahlreiche andere !
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Thementafeln kompakt & direkt für Ihre Praxis !

Zu besonders aktuellen und praxisrelevanten Themen gibt's jetzt jeweils eine Sammlung der wichtigsten Tafeln. Also Merkblätter, Modelle & Muster, die kompakt das Thema umreißen und direkt in die Praxis umsetzbar sind. Beispiele sind die Themen USP-Bildung, Medien- und Mediamodell, Relaunchkonzepte etc.
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Konzeptionsformulare: jetzt im Set für Sie !

Das Konzept im Kopf - klingt gut, funktioniert aber nicht ! Nach aller Erfahrung tun Sie gut daran, Ihre Markt-Produkt-Konzeption schriftlich niederzulegen. Dafür gibt es jetzt drei neue Formularsets, die Sie dabei unterstützen.
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Textsorten crossmedial: Der neue Kanon ist da !

Der alte Kanon ist mausetot, der neue von Grund auf anders: kundenorientiert, nutzenintegriert, crossmedial, verfassermultipel, wahr-
nehmungsmehrkanalig, mehrmärktefähig - und vor allem: systemisch sinnvoll und fraktal strukturiert.
Lesen Sie, was das für alle PM's und CR's praktisch bedeutet !
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Der USP als A&O: Endlich die richtige Methode !

Preisfrage: Was ist das Wichtigste im Mediengeschäft ? Antwort: Überzeugende Produkt USP's ! Also irgendeine Form von Alleinstellung, entsprechend kommuniziert im Markenauftritt. Und der ist heute crossmedial. Also müssen auch USP's für die Einzelprodukte her. Wie das geht ? Kundennutzen oder Produktvorzüge ? Auf die Methode kommt es an !  Lesen Sie hier die Fehler der Branche und die Technik der Profis !

Licht & Schatten in Wiesbaden

Waren Sie auch beim Fachpressekongress 2010 ? Zweifellos das Branchenereignis des Jahres mit über 600 Teilnehmern. Eine Riesenleistung des Verbands. Aber ist sonst alles eitel Sonnenschein in Wiesbaden, oder gibt's da auch Schatten ? Lesen Sie doch mal die Meinung eines verlags- und verbandsunabhängigen Kopfes über Branchenzahlen, Prämierungen, Verbandsstudien und einiges mehr ...

Newsletter in Strategie, Konzeption, Redaktion

Newsletter sind Briefe über Neuerungen. Klar. Aber welches Konzept verbirgt sich dahinter ? Ein werblicher E-Letter als Pushbrief ? Ein Bezahl-Produkt mit Brancheninfos ? Oder ein Mediabrief mit bezahlten Anzeigen ? Oder, oder, oder. Es gibt für Sie viele Chancen, sofern Sie ganz genau hinsehen. Denn die wirtschaftlichen Erfolgsziffern sind je nach Grundfunktion ganz unterschiedlich.
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Geschäftsmodelle = Volksverdummung ?

Tatort Wiesbaden,
Tatzeit 27.05.08,
Anlass Fachpressekongress,
Delikt Volksverdummung ?
Na, ganz so schlimm nun auch wieder nicht. Aber haben Sie eine taugliche Definition von "Geschäftsmodellen" gehört ? Ich nicht. Schade, denn das Thema war ja exakt dies. So sah manch ein Teilnehmer den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr bzw. das Geschäfts-
modell vor lauter Online-
varianten.
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Jetzt neue 3x3 Formulare für Sie zum Download

Bisher musste sich jeder 3x3 Anwender selbst ein Formular basteln. Jetzt können Sie in einen vorgegebenen "3x3 Kasten" reinschreiben. Also eine große Erleichterung für einfache Konzeptskizzen, sei es in Stichwort- oder in Bandwurm-Form (lesen Sie auch unter Werkzeuge). Nutzen Sie den neuen Gratisservice ab sofort und laden Sie sich Ihre Formulare herunter.

Vom Geburtsfehler der Medienbranche

Verbände kämpfen um Produkte. Der Börsenverein beansprucht die Zeitschriften, der Fachpresseverband die Bücher, und beide die Onlinepräsenzen und Eventaktivitäten. Na und, werden Sie vielleicht sagen. Aber schauen Sie in Ihr eigens Medienhaus. Auch Sie sind vermutlich (noch) nach Produktarten aufgestellt statt nach Marktsegmenten. Lesen Sie über einen Geburtsfehler der Medienbranche.
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Jetzt Steckbrief zum 3x3 als Download für Sie

Viele unserer Kunden fordern seit längerem eine Kurz-
beschreibung des 3x3 auf 1 Seite: Was es ist, was es leistet, wo es hilft. Jetzt können Sie sich die Tafel "Steckbrief zum 3x3 Verfahren" herunterladen, ausdrucken und - vor allem - in die Praxis umsetzen !
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Nie war es so wertvoll wie heute: Das 3x3 Tool

Es gibt es seit 1990, es hat sich in seinem Kern von Anfang an bewährt, es hat viele Veränderungen frühzeitig antizipiert, es entwickelt sich weiter ständig fort, es umfasst die neue Onlinewelt der links / blogs / ads / tags / casts / feeds / leads / chats / tweets / groups / wikis / my's / net's / com's / tabs / pads / pods , es ist das ideale Denkmodell und Handwerkszeug für unsere Zeit: das 3x3 Verfahren.
Lesen Sie jetzt warum! mehr

Sofortnutzer kommen auf ihre Rechnung

Geht es Ihnen auch so: Sie lesen etwas, und finden es so interessant, dass Sie das dazugehörige Werkzeug sofort haben möchten. Sofort, d.h. innerhalb von Sekunden, nicht erst irgendwann per Post. Das geht natürlich nur Online und mit Micropayment. Z.B. könnte es ja sein, dass Sie das 3x3 Mediamodell haben wollen. Immerhin ist es das einzige wirklich überzeugende  Grundmodell für alle Verlagsmanager, das alle Marktbeziehungen zwischen Rezipienten, Mediatoren und Inserenten gültig abbildet.
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Musterskizzen für Sie

Es ist ja so einfach - wenn man's kann. Sie kennen das. Konzepte können hochkompliziert sein, aber es geht auch anders: schlank und schnell. Das ist das, was wir heute brauchen. Beispiele für Blitzskizzen und 3x3 Sätze können Sie sich jetzt gratis ansehen. Nötig ist lediglich Ihre Registrierung.

Schneller und besser werden - geht das?

Das wird in Ihrem Verlag auch nicht anders sein: Die Schnellen sind schlampig und die Guten sind langsam. Doch das ist nicht gottgegeben. Es gibt ein Modell, das macht die Schnellen gut und die Guten schnell. Glauben Sie nicht? Lesen Sie die Aussagen von denen, die es wissen müssen. Oder sehen Sie sich die verblüffende Vorteilsliste an. Oder Sie möchten wissen, wie man den Wettbewerb richtig analysiert? Oder Sie schauen sich gleich mal eine praktische Anwendung an. Sie werden sehen, das funktioniert wirklich. Gut und schnell sein im Wettbewerb - beides braucht man heutzutage !

3x3 Partner werden

Die 3x3 Community hat einen inneren Kern. Das sind die autorisierten Partner. Im Moment sind das 20 Personen. Eine Liste (Auszug) können Sie sich ansehen. Vielleicht sind Sie auch selbst interessiert ...
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Haben Sie ein Mediamodell?

Eine Befragung unseres Instituts ergab: keine 20% der Verlagsmanager haben überhaupt ein konkretes Mediamodell. Der Rest hat kein Bild vom Markt. Steht die Frage im Raum: braucht man so was, und warum und wozu? Wir meinen, das ist das A und O der täglichen (Zusammen-)Arbeit! Und wir bieten Ihnen das 3x3 Mediamodell für Leser und Werbemärkte zum Ausprobieren an. Sie werden sehen: es ist bildlich, praktisch und fundiert. Lassen Sie sich kurz registrieren und schauen Sie sich das ebenso einfache wie leistungsfähige Tool mal an !
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Das 3x3 gestern und morgen

Sie arbeiten (noch) nicht mit dem führenden Konzeptionsmodell im Fachmedienmarkt? Dann springen Sie doch eben mal kurz in die knappe 3x3 EINFÜHRUNG mit den am häufigsten gestellten Fragen zum verlegerischen Basistool. Oder Sie stürzen sich direkt in 3x3 HISTORIE; da gibts eine Rückschau und einen Ausblick zu dem (immer schon!) crossmedialen Markeninstrument 3x3!

Alles Modelle - oder was ?

Die Inflation der Geschäftsmodelle und die Defizite der Onlineberater


Geschäftsmodell und Strategie
Geschäftsmodell und Konzeption
Geschäftsmodell - jetzt aber richtig ?
Geschäftsmodell - und was haben Sie davon ?

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Alljährlich (oder ist es wöchentlich ?) gibt es ein neues Schlagwort, das wie die sprichwörtliche Sau durch's mediale Branchendorf getrieben wird. Positionierung, Aufstellung, Wertschöpfung, Prozesse, Strukturen - das hatten wir alles in den letzten Jahren. Nun beglückt uns ein neuer Begriff, der urplötzlich in aller Munde ist und sich in seiner Unbestimmtheit nahtlos in die Kette der Modewörter einfügt: Geschäftsmodelle! "The definition of a business model is murky at best", bestenfalls trübe, meint z.B. kein geringerer als Michael E. Porter. Obwohl es einfacher ist, einen Pudding an die Wand zu nageln, als dieses Begriffs habhaft zu werden (oder vielleicht gerade deswegen ?), bemächtigen sich seiner seit gut einem Jahr ganze Scharen von Beratern, Strategen und Philosphen, die noch nicht einmal eine Würstchenbude geführt haben, geschweige denn jemals ein Medienunternehmen. Die meisten davon verkaufen sich als Onlineberater, denn da redet es sich am leichtesten und beweist es sich (noch) am seltensten. Am liebsten wird das Modewort mit dem Verkaufswort "Neue" verknüpft und als Zauberformel "Neue Geschäftsmodelle" unter die Branchenlemminge gebracht. "Eingelöst" wird dann das vollmundige Versprechen regelmäßig dadurch, dass Dutzende von Screenshots von Einstiegsseiten neuer Websites in einer umfangreichen Powerpoint-Präsentation durchgepeitscht werden, damit der erschlagene Betrachter erst gar nicht auf die Idee kommt, die drei entscheidenden Fragen zu stellen: Sind das wirklich schon Geschäftsmodelle, sind es eigentlich neue, sind sie tatsächlich erfolgreich ? Dass es zwei Drittel der z.T. sogar als Benchmarks verkauften Webpräsenzen in fünf Jahren gar nicht mehr gibt (zumindest in dieser Form) - wen kümmert's ? "Geschäftsmodelle": das garantiert ein volles Haus, und dementsprechend wird der Mund voll genommen statt der Stoff ernst genommen.

 

Geschäftsmodell und Strategie

Meist wird "Geschäftsmodell" als Synonym zu "Geschäftsstrategie" verwendet. Ungefähr das gleiche, würden auch Sie vielleich sagen. Irrtum. Strategie beschreibt eine Vorgehensweise in der Zeit, Modell einen bestimmten Status. Das ist so ähnlich wie G&V und Bilanz, das eine ist ein Periodenergebnis, das andere eine Momentaufnahme. Eine Geschäftsstrategie beschreibt einen Prozess, wie man was erreichen will - grundsätzlich, gesamtheitlich und längerfristig, z.B. die Medien-Marktführerschaft im Industriesegment Antriebstechnik durch Ausbau der Onlinepräsenz mit bestimmten Community-, Netzwerk- und Mehrwert-Komponenten. Mit einem Geschäftsmodell hat diese Ziel-Weg-Beschreibung nichts zu tun. Ein Geschäftsmodell enthält die Kurzdefinition, wozu wofür wieviel (3W) bei der Marktbearbeitung bezahlt wird, es handelt sich also um die Beschreibung eines Typus, z.B. bei Corporate Publishing zu Kundenbindungszwecken eine Monatszeitschrift mit einem jährlichen Auftragsvolumen von € xy. Für die 3x3 Anwender: Dieses einfache 3W-Muster bildet die II. Dimension des 3x3 ab: A) Kunden(nutzen), B) Produktleistung, C) Gegenleistung. Dagegen funktioniert Strategie nach der III. (Zeit)Dimension des 3x3: A) Bestandsanalyse (Stand), B) Zukunftsprojektion (Ziel), C) Heuteprogramm (Weg). Dem 3x3 Anwender kann es gar nicht passieren, das "System Geschäftsmodell" mit dem "Prozess Strategie" zu verwechseln.

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Geschäftsmodell und Konzeption

Freilich ist es nicht Bösartigkeit, welche die Onlineberater antreibt. Bei den meisten ist es nicht einmal Verkaufsraffinesse. Es ist schlicht Unkenntnis. Warum ? Das muss ich Ihnen kurz erklären. Jahrelang hatten sich die Online-Technologiefreaks mehr mit der Faszination der Technk als mit den Chancen der Märkte befasst. Ihre "Konzeptionsleistung" beschränkte sich dabei - wenn überhaupt - auf die Erstellung von Pflichtenheften für die Programmierer, also auf die Leistungsseite (des 3x3); Kunden- und Absatzsäule: Fehlanzeige, wie es bis heute noch bei manchen Projektansätzen üblich ist. Seit ca. 2-3 Jahren aber ist dem letzten Hardcore-Technologen deutlich geworden: Es geht nicht ohne Kundenperspektive, es rechnet sich nicht ohne Geschäftskonzept. Und plötzlich werden Begriffe wie Erlösquellen, RoI, Geschäftsmodelle, Erlösströme, Ertragsmodelle hochgespült. Was sich dahinter verbirgt, das ist für 3x3 Anwender eine reine "Binse": Es liegt am Konzept, und im Zentrum des 3x3 Konzeptquadrats steht der Verkaufsabschluss mit der Bepreisung. Alles seit Urzeiten völlig selbstverständlich, wird jetzt aber via Geschäftsmodell (es muss sich rechnen ...) plötzlich als neue Erkenntnis verkauft. Zugegeben: Für jemanden, der nie konzeptionell agiert hat, ist es neu, sich nicht nur mit seiner Leistung zu befassen, sondern auch mit dem Bedarf und dem Pricing. Ein intelligenter Mann sagte neulich auf der Konferenz Verlag 3.0: "Mich interessiert nicht so sehr das Geschäftsmodell, sondern die Frage, wie ich mit meiner Zielgruppe Geld verdiene." Recht hat er, in der Sache, aber nicht in der Formulierung. Denn genau das ist die Definition des Geschäftsmodells, jedenfalls in etwa.

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Geschäftsmodell - jetzt aber richtig ?

Ein Geschäftsmodell ist ein strategischer Begriff, wenn auch nicht identisch mit der Strategie, siehe oben. Konzepte spielen sich meist auf Produktebene ab, oder sogar auf Funktionsebene wie Design-, Werbe-, oder MaFo Konzept. Geschäftsmodelle betreffen jedoch immer das Geschäft als Ganzes, wenngleich ein Unternehmen auch mehrere Geschäftsmodelle haben kann. Das ist der eine Unterschied. Da es auch Geschäfts- oder Unternehmenskonzepte gibt, fragt sich, wo dann der Unterschied zum Geschäftsmodell liegt. Die Antwort ist leider in der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur nicht zu finden. Wenn man sie aber kennt, dann verstehen Sie die ganze aktuelle Diskussion viel besser. Also: (3x3-)Konzepte umfassen immer alle relevanten Komponenten, das sind im 3x3 exakt neun, egal auf welcher Ebene und wofür das Konzept erstellt wird. Das ist so, weil jeder Markt notwendig aus den drei Säulen besteht und diese sinnvollerweise wiederum aus drei Levels. Anders das Geschäftsmodell: Es typisiert gleichartige Geschäfte unter den drei strategischen Aspekten Kundenanspruch, Marktleistung, Erlösart. Ein Geschäftsmodell ist eine kurzgefasste Beschreibung einer bestimmten Kombination von Geschäftskomponenten mit der zentralen Komponente des Erlösmodells: Was wird bezahlt. Da diese Frage aber nur in Verbindung mit der Frage wozu und wofür Sinn macht, sind es genau diese drei Fagen, welche ein Geschäftsmodell bestimmen: Wozu und wofür wird wieviel bezahlt. Da gibt es bestimmte Kombinationsmöglichkeiten, welche die Grundtypen von Geschäftsmodellen bestimmen, während die Zahl der Konzeptionsmöglichkeiten unendlich ist. Als 3x3 Anwender erkennen Sie natürlich sofort die drei Säulen eines jeden Marktes wieder: wozu = Kundennutzen, wofür = Produktleistung, wieviel = Erlösart. Es müssen also nicht neun Komponenten wie beim Konzept sein, es genügt die Verkürzung auf die drei Punkte. Den 3x3 Kennern kommt auch dies bekannt vor, es ist nämlich nichts anderes als das Easy Concept der 3 Säulen, allerdings auf strategischer Ebene. Alles also seit langem bekannt und seit Jahren erprobt, in der Branche dennoch neu. Ich habe bisher nur einen einzigen Berater getroffen, der den Begriff Geschäftsmodell auf diesen einfachen (d.h. dreifachen) Punkt zu bringen vermag. Allerdings spricht er von "wofür, wieviel, warum" und spart - wie so häufig - die Kundensäule aus. Das passiert eben, wenn man das 3x3 mit seinen drei Marktsäulen nicht verinnerlicht hat. Beispiel für ein Geschäftsmodell: zur Kundenbindung (=wozu !) ein Monatsmagazin erstellen (wofür !) als Jahresauftrag zu 50 T€ (=wieviel !), also ein Corporate-Publishing-Geschäftsmodell. Das Konzept in Gänze besteht dann nach 3x3 aus dem Leser- und dem Werber-Konzeptionsquadrat mit den je neun Grundbausteinen. Sie sehen: klare Definitionen und praktische Modellbeispiele sind kein Hexenwerk für den, der konzipieren kann. Die anderen bringen nicht einmal eine Definition zustande, z.B. auf dem Fachpressekongress 2008 oder der Buchhandelsakademie-Konferenz Verlag 3.0, und das, obwohl nicht anderes als Geschäftsmodelle thematisiert waren. Unglaublich !

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Geschäftsmodell - und was haben Sie davon ?

Ich habe in meiner etwas polemischen Einleitung die Inflationierung des Modebegriffs gerügt. Das ist auch nötig, wenn Ihnen manche Leute mit wichtigen Mienen bekannte Themen als "neue Weine" verkaufen wollen. Für jemanden, der kein Konzeptionsmodell hat, ist das Geschäftsmodell eben die große Neuheit. Das heißt aber nicht, dass das Thema nicht wichtig wäre. "Es liegt am Konzept" heißt der Slogan des FACHMEDIEN INSTITUTs seit fast 20 Jahren, und das Geschäftsmodell ist ja nichts anderes als der typisierte Konzeptkern auf der strategischen Ebene, der als ein wirtschaftlicher Erfolgstypus gelten kann. Es ist schon so, dass dieses Know-how vermutlich das Wichtigste für Sie überhaupt ist. Denn alles andere lässt sich unter Umständen outsourcen, das Geschäftskonzept (oder bitteschön das Geschäftsmodell) aber nicht. Genau das fehlt übrigens, wenn Ihnen Berater diverse In- und Outsourcinglisten vorlegen. Die Befassung mit der großen Linie der Geschäftsmodelle (nicht der operativen und konzeptionellen Details) ist die wichtigste strategische Aufgabe der Geschäftsführung, der Überblick über die Geschäftsmodelltypen ist heute überlebenswichtig. In einer neuen Ausgabe des "Letters" des Verbands der Deutschen Fachpresse stand "Print können wir, Online müssen wir noch lernen." Der zweite Satzteil ist wohl wahr, der erste ein Irrtum. Nach meiner Erfahrung beherrschen die Verlage meist nur ganz wenige Geschäftsmodelle, in der Regel sogar nur ein einziges. Mit Online hat das alles - anders wie uns täglich suggeriert wird - zunächst überhaupt nicht zu tun. Die Notwendigkeit, auf der Klaviatur der Printmodelle zu spielen, bestand lange vor der Onlinezeit. Ich selbst habe z.B. mit handelsorientierten Fachbuchmodellen und direktorientierten Periodikamodellen ebenso gearbeitet wie mit teilnehmergetragenen Seminarmodellen und werbegetragenen Infobroschüren und etlichen Modellen mehr. Hand aufs Herz: Wer beherrscht die Printoktaven wirklich ? Nun kommen noch die Event- und Onlineoktaven auf zwei weiteren Klavieren hinzu. Das historische Verdienst von Online besteht darin, in uns das Problembewusstsein geweckt zu haben: Erst die innovativen Onlineentwickler zwangen viele von uns, über Geschäftsmodelle überhaupt nachzudenken. Das habe - auf breitester Front - nicht etwa ich geschafft trotz meiner jahrelangen Predigten, sondern die landes- und branchenfremden (!) großen Onlinefirmen von Amazon bis Google. Jetzt konnte niemand mehr die Augen davor verschließen, jeder muss sich nun mit Geschäftsmodellen befassen, mit den eigenen und den fremden, mit den alten und den neuen. Wohl dem, der die Grundtypen kennt, und zwar quer durch die Medienarten, und so die Chancen besser schätzen kann. Der wird dann auch Onlinemodelle besser einordnen können wie z.B. das breite Consumermodell parship.de, das Zielgruppenmodell studivz.de oder das professionelle experteer.de, um einmal drei Holtzbrinck-Websites zu nennen, die mit Werbe- oder mit Teilnehmererlösen ihr Geschäft machen bzw. es im Falle studivz versuchen. Was heißt das alles für Sie ? Legen Sie sich erstens eine Tafel der Grundtypen von Geschäftsmodellen zu, verschaffen Sie sich zweitens einen Überblick zu den Benchmarks, verfolgen Sie drittens die neuen innovativen Ansätze ebenso kritisch wie interessiert. Wo es die Grundtypen und die Übersicht gibt ? Z.B. auf einem 1-tägigen Seminar bei der Akademie des Deutschen Buchhandels in München, und zwar am 10. November 2010. Da bin ich Seminarleiter bei dem Strategieseminar "Crashkurs Geschäftsmodelle für Fachmedien" Integration von Onlinestrategien. Interessiert ? Dann klicken Sie hier.

Besser geht's aber gleich hier Online, wo Sie sich die einschlägigen   3x3 Thementafeln "Geschäftsmodelle - Begriffe, Gattungen, Beispiele"   herunterladen können !

 

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                                                                                                                    07/09