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WEKA-Fallstudie: Alles anders als die Andern!

Zeitlose Themen - es gab und gibt sie immer:
•Proaktive Produktkonzepte
•Multi- und Crossmedialität
•Kundenorientierung/
  Marktforschung
•Multi-Channel-Vertrieb
•Unternehmer- Marktstruktur
•Team- und
  Führungsverantwortung
•Interner Erfahrungsaustausch
•Wachstum und Innovation
•Systematische
  Unternehmensentwicklung
•Werte, Menschen und Zahlen
•Stakeholder-Value-Balance
•Einzig- und Andersartigkeit
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Alle tun es ständig, keiner kann es wirklich ?!

Geschäftsführer und Vorstände tun es, Technik- und Finanz-
chefs tun es, Produktmanager und Marketingleiter tun es, Werbe- und Verkaufsleiter tun es, alle tun es - und Sie auch: Konzepte machen. Und doch hat kaum eine(r) eine klare Vorstellung davon, WIE er eigentlich das macht, WAS er da macht. Methode, Fehlanzeige. Goethe war da bereits weiter:"Das WAS bedenk', doch mehr bedenke WIE !"
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Die ABC-Blitzskizze: schneller geht's nicht !

Crossmediale Konzepte sind heute Standard in der Medienentwicklung. Aber was machen Sie, wenn Sie gleich fünf oder zehn Mitglieder Ihrer Marktfamilie konzipieren wollen ? 90 Felder ausfüllen ? Das will niemand. Schon gar nicht im ersten Anlauf. Aber ohne Konzept geht es schon gar nicht. Hier hilft die ABC-Blitzskizze - ein tolles Tool nach dem Motto "reduced to the max" !
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Produktentwicklungskurs: "Es liegt am Konzept ..."

Neuprodukte entwickeln, Relaunchprojekte steuern, crossmediale Markenfamilien ausbauen: immer kommt's darauf an, wie man es macht ! WIE entstehen bei Ihnen die Konzepte für Ihre Print-, Online-, Event-, Solution- und Mobile-Medien ? Arbeiten Sie mit dem besten Verfahren, das es zur Medienerstellung gibt. Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Auf das richtige Werkzeug kommt es an !

Geht es Ihnen auch oft so: Große Ideen, wichtige Forderungen, gescheite Vorträge - aber kaum ein Hinweis zum "WIE GEHT DAS ?" Ganz anders das 3x3. Es ist Werkzeug pur. Verschaffen Sie sich jetzt einen raschen Überblick zum verblüffend leistungsfähigen 3x3 Total Toolkit !
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Kundenintegration: Jetzt Selbsttest machen !

Alle meinen, sie seien schon kundennah. Meine Erfahrung sieht tagtäglich anders aus. Und es geht noch um viel mehr: den Kunden in die eigene Unternehmung zu integrieren - das ist was andres als nur Kundennähe. Lesen Sie jetzt, warum, und machen Sie unbedingt den Selbsttest !
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Konzeptions - Reihenfolge

Oft diskutiert - meist überschätzt: die Frage der genauen Folge der (neun) Konzeptions-Bausteine. Egal wo Sie anfangen, etwas anderes war immer schon vorher. Also eher "niedriger hängen". Aber eines ist eben doch wichtig: die Folge der drei Säulen. Beim Kunden beginnen, nicht beim Produkt. Das ist 3x3. Und daran hat sich natürlich bis heute nichts geändert. Im Detail gibt's aber doch kleine Unterschiede, die Sie als 3x3 Anwender oder Trainer kennen sollten.
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Winfried Ruf ein 65er: Reaktionen der Branche

In eigener Sache: Am 6. Oktober 2012 feierte der Gründer des 3x3 und Inhaber des Fachmedien Instituts seinen 65sten Geburtstag. Über die Reaktionen in der Branche berichten wir hier.

Profitieren Sie als 3x3 Partner vom Original!

Immer up to date in allen 3x3 Entwicklungen, vertiefte Insider-Infos, Gratisnutzung des premium-paid-contents auf der Instituts-Website, Gratis-Broschüren-Lieferung, Gratis-Seminarteilnahme, Dialog und Beratung mit/durch W. Ruf, werben dürfen mit 3x3 - reizen Sie diese Vorteile ? Dann werden Sie jetzt 3x3 Lizenzpartner wie bereits zahlreiche andere !
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Thementafeln kompakt & direkt für Ihre Praxis !

Zu besonders aktuellen und praxisrelevanten Themen gibt's jetzt jeweils eine Sammlung der wichtigsten Tafeln. Also Merkblätter, Modelle & Muster, die kompakt das Thema umreißen und direkt in die Praxis umsetzbar sind. Beispiele sind die Themen USP-Bildung, Medien- und Mediamodell, Relaunchkonzepte etc.
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Konzeptionsformulare: jetzt im Set für Sie !

Das Konzept im Kopf - klingt gut, funktioniert aber nicht ! Nach aller Erfahrung tun Sie gut daran, Ihre Markt-Produkt-Konzeption schriftlich niederzulegen. Dafür gibt es jetzt drei neue Formularsets, die Sie dabei unterstützen.
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Textsorten crossmedial: Der neue Kanon ist da !

Der alte Kanon ist mausetot, der neue von Grund auf anders: kundenorientiert, nutzenintegriert, crossmedial, verfassermultipel, wahr-
nehmungsmehrkanalig, mehrmärktefähig - und vor allem: systemisch sinnvoll und fraktal strukturiert.
Lesen Sie, was das für alle PM's und CR's praktisch bedeutet !
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Der USP als A&O: Endlich die richtige Methode !

Preisfrage: Was ist das Wichtigste im Mediengeschäft ? Antwort: Überzeugende Produkt USP's ! Also irgendeine Form von Alleinstellung, entsprechend kommuniziert im Markenauftritt. Und der ist heute crossmedial. Also müssen auch USP's für die Einzelprodukte her. Wie das geht ? Kundennutzen oder Produktvorzüge ? Auf die Methode kommt es an !  Lesen Sie hier die Fehler der Branche und die Technik der Profis !

Licht & Schatten in Wiesbaden

Waren Sie auch beim Fachpressekongress 2010 ? Zweifellos das Branchenereignis des Jahres mit über 600 Teilnehmern. Eine Riesenleistung des Verbands. Aber ist sonst alles eitel Sonnenschein in Wiesbaden, oder gibt's da auch Schatten ? Lesen Sie doch mal die Meinung eines verlags- und verbandsunabhängigen Kopfes über Branchenzahlen, Prämierungen, Verbandsstudien und einiges mehr ...

Newsletter in Strategie, Konzeption, Redaktion

Newsletter sind Briefe über Neuerungen. Klar. Aber welches Konzept verbirgt sich dahinter ? Ein werblicher E-Letter als Pushbrief ? Ein Bezahl-Produkt mit Brancheninfos ? Oder ein Mediabrief mit bezahlten Anzeigen ? Oder, oder, oder. Es gibt für Sie viele Chancen, sofern Sie ganz genau hinsehen. Denn die wirtschaftlichen Erfolgsziffern sind je nach Grundfunktion ganz unterschiedlich.
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Geschäftsmodelle = Volksverdummung ?

Tatort Wiesbaden,
Tatzeit 27.05.08,
Anlass Fachpressekongress,
Delikt Volksverdummung ?
Na, ganz so schlimm nun auch wieder nicht. Aber haben Sie eine taugliche Definition von "Geschäftsmodellen" gehört ? Ich nicht. Schade, denn das Thema war ja exakt dies. So sah manch ein Teilnehmer den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr bzw. das Geschäfts-
modell vor lauter Online-
varianten.
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Jetzt neue 3x3 Formulare für Sie zum Download

Bisher musste sich jeder 3x3 Anwender selbst ein Formular basteln. Jetzt können Sie in einen vorgegebenen "3x3 Kasten" reinschreiben. Also eine große Erleichterung für einfache Konzeptskizzen, sei es in Stichwort- oder in Bandwurm-Form (lesen Sie auch unter Werkzeuge). Nutzen Sie den neuen Gratisservice ab sofort und laden Sie sich Ihre Formulare herunter.

Vom Geburtsfehler der Medienbranche

Verbände kämpfen um Produkte. Der Börsenverein beansprucht die Zeitschriften, der Fachpresseverband die Bücher, und beide die Onlinepräsenzen und Eventaktivitäten. Na und, werden Sie vielleicht sagen. Aber schauen Sie in Ihr eigens Medienhaus. Auch Sie sind vermutlich (noch) nach Produktarten aufgestellt statt nach Marktsegmenten. Lesen Sie über einen Geburtsfehler der Medienbranche.
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Jetzt Steckbrief zum 3x3 als Download für Sie

Viele unserer Kunden fordern seit längerem eine Kurz-
beschreibung des 3x3 auf 1 Seite: Was es ist, was es leistet, wo es hilft. Jetzt können Sie sich die Tafel "Steckbrief zum 3x3 Verfahren" herunterladen, ausdrucken und - vor allem - in die Praxis umsetzen !
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Nie war es so wertvoll wie heute: Das 3x3 Tool

Es gibt es seit 1990, es hat sich in seinem Kern von Anfang an bewährt, es hat viele Veränderungen frühzeitig antizipiert, es entwickelt sich weiter ständig fort, es umfasst die neue Onlinewelt der links / blogs / ads / tags / casts / feeds / leads / chats / tweets / groups / wikis / my's / net's / com's / tabs / pads / pods , es ist das ideale Denkmodell und Handwerkszeug für unsere Zeit: das 3x3 Verfahren.
Lesen Sie jetzt warum! mehr

Sofortnutzer kommen auf ihre Rechnung

Geht es Ihnen auch so: Sie lesen etwas, und finden es so interessant, dass Sie das dazugehörige Werkzeug sofort haben möchten. Sofort, d.h. innerhalb von Sekunden, nicht erst irgendwann per Post. Das geht natürlich nur Online und mit Micropayment. Z.B. könnte es ja sein, dass Sie das 3x3 Mediamodell haben wollen. Immerhin ist es das einzige wirklich überzeugende  Grundmodell für alle Verlagsmanager, das alle Marktbeziehungen zwischen Rezipienten, Mediatoren und Inserenten gültig abbildet.
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Musterskizzen für Sie

Es ist ja so einfach - wenn man's kann. Sie kennen das. Konzepte können hochkompliziert sein, aber es geht auch anders: schlank und schnell. Das ist das, was wir heute brauchen. Beispiele für Blitzskizzen und 3x3 Sätze können Sie sich jetzt gratis ansehen. Nötig ist lediglich Ihre Registrierung.

Schneller und besser werden - geht das?

Das wird in Ihrem Verlag auch nicht anders sein: Die Schnellen sind schlampig und die Guten sind langsam. Doch das ist nicht gottgegeben. Es gibt ein Modell, das macht die Schnellen gut und die Guten schnell. Glauben Sie nicht? Lesen Sie die Aussagen von denen, die es wissen müssen. Oder sehen Sie sich die verblüffende Vorteilsliste an. Oder Sie möchten wissen, wie man den Wettbewerb richtig analysiert? Oder Sie schauen sich gleich mal eine praktische Anwendung an. Sie werden sehen, das funktioniert wirklich. Gut und schnell sein im Wettbewerb - beides braucht man heutzutage !

3x3 Partner werden

Die 3x3 Community hat einen inneren Kern. Das sind die autorisierten Partner. Im Moment sind das 20 Personen. Eine Liste (Auszug) können Sie sich ansehen. Vielleicht sind Sie auch selbst interessiert ...
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Haben Sie ein Mediamodell?

Eine Befragung unseres Instituts ergab: keine 20% der Verlagsmanager haben überhaupt ein konkretes Mediamodell. Der Rest hat kein Bild vom Markt. Steht die Frage im Raum: braucht man so was, und warum und wozu? Wir meinen, das ist das A und O der täglichen (Zusammen-)Arbeit! Und wir bieten Ihnen das 3x3 Mediamodell für Leser und Werbemärkte zum Ausprobieren an. Sie werden sehen: es ist bildlich, praktisch und fundiert. Lassen Sie sich kurz registrieren und schauen Sie sich das ebenso einfache wie leistungsfähige Tool mal an !
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Das 3x3 gestern und morgen

Sie arbeiten (noch) nicht mit dem führenden Konzeptionsmodell im Fachmedienmarkt? Dann springen Sie doch eben mal kurz in die knappe 3x3 EINFÜHRUNG mit den am häufigsten gestellten Fragen zum verlegerischen Basistool. Oder Sie stürzen sich direkt in 3x3 HISTORIE; da gibts eine Rückschau und einen Ausblick zu dem (immer schon!) crossmedialen Markeninstrument 3x3!

Die neun modernen Nutzensorten

So arbeiten Sie mit einer eigenen Gattung der applizierenden Sorten

Kennen Sie das: Was in der Praxis schon gut klappt, hinkt in der Lehre hinterher. Paradebeispiel für dieses Phänomen: Nutzwert schaffen – aber wie, wenn im Journalismus immer noch der überholte Sortenkanon gilt !? Die Lösung liegt nicht im krampfhaften Umbiegen der vorhandenen Textsorten. Vielmehr muss ein neuer Kanon her, der die „Nutzensorten“ als zusätzliche Gattung umfasst, also neben den objektiven und den subjektiven auch die effektiven Sorten erklärt. Wir zeigen, wie Sie mit den neun neuen Sorten arbeiten.

 

Wer sich etwas mit der Geschichte des deutschen Journalismus beschäftigt, stößt auf ein eigenartiges Phänomen. Jeder Beruf lebt ja von einer spezifischen Motivation, und ich habe mich immer gefragt, was das Grundmotiv des Journalisten ist. Nun, da gibt es unzählige Untersuchungen, und alle kommen im Prinzip zum gleichen Ergebnis. Demnach gibt es vereinfacht drei Hauptmotive. Erstens Missstände aufdecken, das ist der investigatorische Journalismus in der Art des SPIEGEL. Zweitens Information und Orientierung schaffen, das ist das klassische Motiv des Nachrichten- und Meinungsjournalismus. Und drittens für soziale Gerechtigkeit sorgen, das sind die Idealisten unter den Journalisten. Das sind die drei Grundmotivationen. Vielleicht merken Sie, liebe Leser, dass da etwas ganz Entscheidendes fehlt, etwas, was bei manch anderen Berufen völlig selbstverständlich ist wie z.B. beim Arzt: dem Menschen helfen, hier speziell dem Patient, allgemein dem Kunden. Dieses Grundmotiv der Unterstützung kommt bei den Befragungen entweder gar nicht oder auf den letzten Plätzen vor. Das Gerechtigkeitsmotiv meint übrigens etwas ganz anderes, es ist gesamtgesellschaftlich ausgelegt und will die politischen Verhältnisse zum Guten verändern. Wie überhaupt alle drei Journalistenmotive gesellschaftlich und nicht persönlich orientiert sind. Ob Spiegel oder Focus, Süddeutsche oder Die Welt, ob Bunte oder Stern - die großen Blätter machen nicht wirklich Beratungs- und Nutzwertjournalismus, von ein paar jämmerlichen Versuchen von Focus und Stern einmal abgesehen. Konkrete Beratung, noch dazu fachliche, ist ja auch im breiten Publikumsjournalismus eher schwierig. Das ist das Feld von Spezial- und Fachtiteln. Dagegen wollen alle jungen Journalisten irgendwann den FAZ-Leitartikel schreiben oder die große Enthüllungsgeschichte starten. Doch Nutzwert schaffen, Menschen helfen, Fachleute unterstützen, das ist etwas völlig anderes, da muss man etwas verstehen von der Sache, da muss man hart am Kunden sein. Es ist das genaue Gegenteil zum klassischen Distanzjournalismus: Man muss Teil der Zielgruppe sein, Experte werden, ein Beratungsethos entwickeln. Um diese Art von Journalismus geht es im Folgenden, nämlich die applizierenden (Nutzen)Sorten.


Die großen Nutzen-Gattungen
Nach den 3x3 Levels gibt es nämlich drei große Gattungen journalistischer Darstellsorten: die Fakten-, die Stimmungs- und die Nutzensorten. Die letzte dieser drei „Kisten“ lässt sich wiederum in drei Nutzengattungen unterteilen, quasi in die drei Fächer der großen Nutzenschublade. Diese drei großen Fächer heißen Bereitungs-, Beratungs- und BedienungsSorten (3B). Denn Nutzwert erzeugen lässt sich entweder durch die hochnutzwertige Art der Aufbereitung, dann sind wir z.B. vor allem bei wertvollen Vergleichen und aussagefähigen Gegenüberstellungen. Oder er schlägt sich in den Ratschlägen erfahrener Fachleute nieder, was von einem nützlichen Einzeltipp bis zu der kompletten Schritt-für-Schritt Anleitung reichen kann. Oder aber – und das bringt im Zweifel am meisten – der Nutzwert manifestiert sich direkt in einer praktischen Arbeitshilfe oder einer passenden Problemlösung. Und weil sich jedes dieser „3B“ wieder in drei Sorten ausdifferenziert, gelangen wir im Endergebnis zu den „Neun modernen Nutzensorten“. Dabei stammt die Blaupause weniger von der Arbeit des Redakteurs als vielmehr vom Vorgehen des Nutzers. Hier gibt es nämlich so etwas wie eine typische Dramaturgie: Erst will man sich einen raschen Überblick verschaffen, um alles Entscheidungsrelevante bewerten zu können; dann will man sinnvollerweise die Antworten und Lösungsverfahren Dritter kennen und mit einbeziehen; und schließlich will man idealerweise gleich das Werkzeug bzw. die Lösung selbst. Weil die Suchbewegung des Nutzers in etwa diesem Grundmuster folgt, muss auch das Lösungsangebot des Mediums dieser Dramaturgie folgen. So begleiten wir dann den Nutzer folgerichtig bei seiner Problemlösung und halten für die diversen Stufen und Aspekte mehrere Lösungen bereit. Welche davon wir dann tatsächlich präsentieren, hängt von Thematik und Zielgruppe ab. Jedenfalls ist auch hier weniger oft mehr. Mein Tipp lautet: Je nach Beitragslänge sind ca. drei Sorten gerade richtig. Z.B. ein Vergleich, ein Ratschlag, ein Muster.


Nutzwert in Print, Event und Online
Der Kern des Nutzwerts ist immer konkret handlungsbezogen; eine allgemeine Wissensbereicherung genügt nicht, sonst wäre irgendwie alles automatisch nutzwertig - was Journalisten nach meiner Erfahrung gerne so sähen. Die Frage ist jedoch, ob und (wenn ja) wie dieser „nackte Nutzwert“ einer besonderen Inszenierung bedarf. Salopp gesagt: Den Nutzwert knallhart und ungeschminkt auf den Nutzer loslassen oder den Nutzwert elegant verpacken und attraktiv und kunstvoll inszenieren ? Sicher ist die Antwort immer auch von der Zielgruppe abhängig, denn Handwerker sind z.B. ganz andere Menschen als Ingenieure. Aber davon abgesehen ist die Art der Darbietung auch vom Medium abhängig. Und hier sehe ich doch einen deutlichen Unterschied zwischen Online und Print. Online besticht durch Quantität der Arbeitshilfen und WorkFlow-Lösungen, und jeder Nutzer findet sein hochspezifisches Werkzeug und seine individuelle Lösung. Das kann Print niemals bieten. Dafür punktet z.B. die Zeitschrift durch ihre Haptik und Anschaulichkeit, ihren Beispiels- und Mustercharakter. Deshalb wird der Redakteur des Monatsmagazins zwar auch den Nutzwert in seinem Format präsentieren, aber niemals nackt und lieblos. Während bei Online der Nutzer seine hochspezifische Arbeitshilfe oder Problemlösung in einem Rechercheprozess aktiv aussucht („wir machen pull“), präsentieren wir beim Printmagazin dem Nutzer quasi ungefragt typische Hilfen und Lösungen als Nutzwert („wir machen dabei push“). Deshalb müssen wir bei Print den Lesernutzen nicht nur in einem der neun Formate herausarbeiten, sondern ihn auch in Form und Umfeld attraktiv inszenieren. Dazu gehört ein (Eingangs)Feature, d.h. wir holen den Leser in seiner typischen Problemsituation ab, was am besten durch einen bestimmten Repräsentanten geschieht, der in eine kleine Geschichte eingewoben ist. Diese Geschichte ist durch Zitate und Bilder, also O-Töne und Situationsvisuals, erlebbar und identifizierbar gemacht und führt den Leser nachvollziehbar zum eigentlichen Nutzwert, für den er primär bezahlt. Nutzwertbeiträge in Print können deshalb nie auf einen hochqualitativen  Fließtext verzichten, bei Online dagegen wird ja das Nutzwerttool gesucht und gefunden und bedarf deshalb nicht notwendig einer journalistischen Edelfeder. Trotzdem würde ich auch bei Print die Losung ausgeben: Erst das Tool, dann der Text, also erst Klarheit über den Nutzenkern, dann der Fließtext mit seiner Geschichte. Immer aber kommt es auf das Beitragskonzept insgesamt an. Völlig unkonzeptionell ist die übliche Praxis, erst mal einen Beitrag zu schreiben, und zum Schluss noch schnell irgendwas Praktisches dazu stellen, z.B. eine Tabelle. Auch hier gilt eben, liebe Leser: Es liegt am Konzept !


Der richtige Umgang mit den Nutzensorten
Um mit den neun Nutzensorten richtig umzugehen, hier ein paar Tipps aus der Erfahrung unzähliger Redaktionsseminare. Weniger ist mehr, es kommt also auf die Auswahl der passenden Sorten an. Bei kleineren Beiträgen kann die Beschränkung auf nur eine Sorte genau richtig sein. Bei mehrseitigen Artikeln empfiehlt es sich, aus jeder Nutzengattung eine geeignete Sorte herauszuziehen. Z.B. mit einem "Modell" zu beginnen, z.B. dem Strukturschema der unterschiedlichen Möglichkeiten der Wiederverwertung; dann einen besonderen Praxistipp als "Ratschlag" zu inszenieren; und drittens gleich die konkreten Kontaktadressen als " Service" zu benennen, damit der Leser sofort zum Handeln kommt. Eine solche Dramaturgie nimmt den Leser an die Hand und baut auf dessen Nutzungsgewohnheiten auf. Dabei lassen sich - jedenfalls in Print - diverse Näheelemente einbauen, die zwar nichts mit dem Nutzwert zu tun haben (!), aber den Beitrag lesbarer, menschlicher und spannender machen (sh. oben). Wir verbinden Nähesorten mit Nutzensorten, aber wir rühren nicht alles in einen Topf. Das ist wie beim Maler, der sich diverser Farben bedient, was er nur sinnvoll kann, wenn er die Farben zunächst getrennt hält, um sie dann zu mischen. Auch die Verknüpfung mit News-Elementen kann Sinn machen, z.B. die Eröffnung des Beitrags mit einer aktuellen Statistik, welche die Bedeutung des Themas plastisch vor Augen führt. Neben der Sortenwahl ist immer auch die Formenwahl entscheidend. Das heißt zum einen, die Sorte selbst in eine geeignete Form zu gießen, statt sie verschämt im Fließtext zu verstecken. Versteckter Nutzwert zählt nicht, Nutzwert bedarf der Inszenierung, womöglich sogar als Zentrum des Artikels. Zum anderen bedürfen aber auch die Näheelemente der Inszenierung, seien es Zitate, die ein bestimmtes Format erhalten, oder Bilder, Fotos und Grafiken, die Menschen in Szene setzen, Vorgänge veranschaulichen oder Strukturen visualisieren. Aber das Wichtigste ist nach wie vor der Nutzwert. Ihn prominent zu präsentieren setzt Sorten-Knowhow voraus, ihn attraktiv zu inszenieren braucht die journalistische Feder. Beides gehört zusammen, jedenfalls bei Print. Die andere Frage ist, wie Sie die Nutzensorten auf Print und Online verteilen. In den anschließenden Thementafeln finden Sie hierzu ein Crossmedia-Beispiel: da wird das (Print)Magazin mit der (Online)Website ideal verzahnt, indem im Web weitere Tipps und vor allem Praxisbeispiele (von Videofirmen) geboten werden.  Lassen Sie mich mit einem letzten Tipp enden, der den Kontext von Bild und Text betrifft. Beide Kanäle gehören zusammen, bei audiovisuellen Beiträgen kommt noch Bewegtbild und Ton dazu. Es macht gar keinen Sinn, den einen Kanal gegen den anderen auszuspielen (Bilder sind besser, nur Texte sind seriös ...), denn jeder Kanal hat seine spezifische Stärke und Funktion. Insbesondere entfaltet erst das Zusammenspiel ein attraktives Ganzes. So z.B. durch die konkrete Botschaft, die zum Foto gehört, oder den so wichtigen Text, der das Schaubild einführt. Bei dieser Mixtur dürfen wir nur eines nie vergessen: Der Mix ist wichtig zwischen den Sorten, die Verbindung mit den Formen ebenso, aber das allerwichtigste ist die Nutzensorte selbst. Denn bezahlt, liebe Leser, wird für Nutzwert, nicht für Features und nicht für Bilder !

 

Verschaffen Sie sich den Zugang zum crossmedialen Knowhow der Nutzensorten und laden Sie jetzt die einschlägigen Thementafeln auf Ihren Rechner

 

1)      3x3 Thementafeln „Die neun modernen Nutzensorten

2)      3x3 Thementafeln „Textsorten crossmedial

3)      3x3 Thementafeln „3N Neues, Nähe, Nutzen