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WEKA-Fallstudie: Alles anders als die Andern!

Zeitlose Themen - es gab und gibt sie immer:
•Proaktive Produktkonzepte
•Multi- und Crossmedialität
•Kundenorientierung/
  Marktforschung
•Multi-Channel-Vertrieb
•Unternehmer- Marktstruktur
•Team- und
  Führungsverantwortung
•Interner Erfahrungsaustausch
•Wachstum und Innovation
•Systematische
  Unternehmensentwicklung
•Werte, Menschen und Zahlen
•Stakeholder-Value-Balance
•Einzig- und Andersartigkeit
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Alle tun es ständig, keiner kann es wirklich ?!

Geschäftsführer und Vorstände tun es, Technik- und Finanz-
chefs tun es, Produktmanager und Marketingleiter tun es, Werbe- und Verkaufsleiter tun es, alle tun es - und Sie auch: Konzepte machen. Und doch hat kaum eine(r) eine klare Vorstellung davon, WIE er eigentlich das macht, WAS er da macht. Methode, Fehlanzeige. Goethe war da bereits weiter:"Das WAS bedenk', doch mehr bedenke WIE !"
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Die ABC-Blitzskizze: schneller geht's nicht !

Crossmediale Konzepte sind heute Standard in der Medienentwicklung. Aber was machen Sie, wenn Sie gleich fünf oder zehn Mitglieder Ihrer Marktfamilie konzipieren wollen ? 90 Felder ausfüllen ? Das will niemand. Schon gar nicht im ersten Anlauf. Aber ohne Konzept geht es schon gar nicht. Hier hilft die ABC-Blitzskizze - ein tolles Tool nach dem Motto "reduced to the max" !
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Produktentwicklungskurs: "Es liegt am Konzept ..."

Neuprodukte entwickeln, Relaunchprojekte steuern, crossmediale Markenfamilien ausbauen: immer kommt's darauf an, wie man es macht ! WIE entstehen bei Ihnen die Konzepte für Ihre Print-, Online-, Event-, Solution- und Mobile-Medien ? Arbeiten Sie mit dem besten Verfahren, das es zur Medienerstellung gibt. Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Auf das richtige Werkzeug kommt es an !

Geht es Ihnen auch oft so: Große Ideen, wichtige Forderungen, gescheite Vorträge - aber kaum ein Hinweis zum "WIE GEHT DAS ?" Ganz anders das 3x3. Es ist Werkzeug pur. Verschaffen Sie sich jetzt einen raschen Überblick zum verblüffend leistungsfähigen 3x3 Total Toolkit !
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Kundenintegration: Jetzt Selbsttest machen !

Alle meinen, sie seien schon kundennah. Meine Erfahrung sieht tagtäglich anders aus. Und es geht noch um viel mehr: den Kunden in die eigene Unternehmung zu integrieren - das ist was andres als nur Kundennähe. Lesen Sie jetzt, warum, und machen Sie unbedingt den Selbsttest !
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Konzeptions - Reihenfolge

Oft diskutiert - meist überschätzt: die Frage der genauen Folge der (neun) Konzeptions-Bausteine. Egal wo Sie anfangen, etwas anderes war immer schon vorher. Also eher "niedriger hängen". Aber eines ist eben doch wichtig: die Folge der drei Säulen. Beim Kunden beginnen, nicht beim Produkt. Das ist 3x3. Und daran hat sich natürlich bis heute nichts geändert. Im Detail gibt's aber doch kleine Unterschiede, die Sie als 3x3 Anwender oder Trainer kennen sollten.
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Winfried Ruf ein 65er: Reaktionen der Branche

In eigener Sache: Am 6. Oktober 2012 feierte der Gründer des 3x3 und Inhaber des Fachmedien Instituts seinen 65sten Geburtstag. Über die Reaktionen in der Branche berichten wir hier.

Profitieren Sie als 3x3 Partner vom Original!

Immer up to date in allen 3x3 Entwicklungen, vertiefte Insider-Infos, Gratisnutzung des premium-paid-contents auf der Instituts-Website, Gratis-Broschüren-Lieferung, Gratis-Seminarteilnahme, Dialog und Beratung mit/durch W. Ruf, werben dürfen mit 3x3 - reizen Sie diese Vorteile ? Dann werden Sie jetzt 3x3 Lizenzpartner wie bereits zahlreiche andere !
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Thementafeln kompakt & direkt für Ihre Praxis !

Zu besonders aktuellen und praxisrelevanten Themen gibt's jetzt jeweils eine Sammlung der wichtigsten Tafeln. Also Merkblätter, Modelle & Muster, die kompakt das Thema umreißen und direkt in die Praxis umsetzbar sind. Beispiele sind die Themen USP-Bildung, Medien- und Mediamodell, Relaunchkonzepte etc.
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Konzeptionsformulare: jetzt im Set für Sie !

Das Konzept im Kopf - klingt gut, funktioniert aber nicht ! Nach aller Erfahrung tun Sie gut daran, Ihre Markt-Produkt-Konzeption schriftlich niederzulegen. Dafür gibt es jetzt drei neue Formularsets, die Sie dabei unterstützen.
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Textsorten crossmedial: Der neue Kanon ist da !

Der alte Kanon ist mausetot, der neue von Grund auf anders: kundenorientiert, nutzenintegriert, crossmedial, verfassermultipel, wahr-
nehmungsmehrkanalig, mehrmärktefähig - und vor allem: systemisch sinnvoll und fraktal strukturiert.
Lesen Sie, was das für alle PM's und CR's praktisch bedeutet !
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Der USP als A&O: Endlich die richtige Methode !

Preisfrage: Was ist das Wichtigste im Mediengeschäft ? Antwort: Überzeugende Produkt USP's ! Also irgendeine Form von Alleinstellung, entsprechend kommuniziert im Markenauftritt. Und der ist heute crossmedial. Also müssen auch USP's für die Einzelprodukte her. Wie das geht ? Kundennutzen oder Produktvorzüge ? Auf die Methode kommt es an !  Lesen Sie hier die Fehler der Branche und die Technik der Profis !

Licht & Schatten in Wiesbaden

Waren Sie auch beim Fachpressekongress 2010 ? Zweifellos das Branchenereignis des Jahres mit über 600 Teilnehmern. Eine Riesenleistung des Verbands. Aber ist sonst alles eitel Sonnenschein in Wiesbaden, oder gibt's da auch Schatten ? Lesen Sie doch mal die Meinung eines verlags- und verbandsunabhängigen Kopfes über Branchenzahlen, Prämierungen, Verbandsstudien und einiges mehr ...

Newsletter in Strategie, Konzeption, Redaktion

Newsletter sind Briefe über Neuerungen. Klar. Aber welches Konzept verbirgt sich dahinter ? Ein werblicher E-Letter als Pushbrief ? Ein Bezahl-Produkt mit Brancheninfos ? Oder ein Mediabrief mit bezahlten Anzeigen ? Oder, oder, oder. Es gibt für Sie viele Chancen, sofern Sie ganz genau hinsehen. Denn die wirtschaftlichen Erfolgsziffern sind je nach Grundfunktion ganz unterschiedlich.
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Geschäftsmodelle = Volksverdummung ?

Tatort Wiesbaden,
Tatzeit 27.05.08,
Anlass Fachpressekongress,
Delikt Volksverdummung ?
Na, ganz so schlimm nun auch wieder nicht. Aber haben Sie eine taugliche Definition von "Geschäftsmodellen" gehört ? Ich nicht. Schade, denn das Thema war ja exakt dies. So sah manch ein Teilnehmer den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr bzw. das Geschäfts-
modell vor lauter Online-
varianten.
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Jetzt neue 3x3 Formulare für Sie zum Download

Bisher musste sich jeder 3x3 Anwender selbst ein Formular basteln. Jetzt können Sie in einen vorgegebenen "3x3 Kasten" reinschreiben. Also eine große Erleichterung für einfache Konzeptskizzen, sei es in Stichwort- oder in Bandwurm-Form (lesen Sie auch unter Werkzeuge). Nutzen Sie den neuen Gratisservice ab sofort und laden Sie sich Ihre Formulare herunter.

Vom Geburtsfehler der Medienbranche

Verbände kämpfen um Produkte. Der Börsenverein beansprucht die Zeitschriften, der Fachpresseverband die Bücher, und beide die Onlinepräsenzen und Eventaktivitäten. Na und, werden Sie vielleicht sagen. Aber schauen Sie in Ihr eigens Medienhaus. Auch Sie sind vermutlich (noch) nach Produktarten aufgestellt statt nach Marktsegmenten. Lesen Sie über einen Geburtsfehler der Medienbranche.
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Jetzt Steckbrief zum 3x3 als Download für Sie

Viele unserer Kunden fordern seit längerem eine Kurz-
beschreibung des 3x3 auf 1 Seite: Was es ist, was es leistet, wo es hilft. Jetzt können Sie sich die Tafel "Steckbrief zum 3x3 Verfahren" herunterladen, ausdrucken und - vor allem - in die Praxis umsetzen !
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Nie war es so wertvoll wie heute: Das 3x3 Tool

Es gibt es seit 1990, es hat sich in seinem Kern von Anfang an bewährt, es hat viele Veränderungen frühzeitig antizipiert, es entwickelt sich weiter ständig fort, es umfasst die neue Onlinewelt der links / blogs / ads / tags / casts / feeds / leads / chats / tweets / groups / wikis / my's / net's / com's / tabs / pads / pods , es ist das ideale Denkmodell und Handwerkszeug für unsere Zeit: das 3x3 Verfahren.
Lesen Sie jetzt warum! mehr

Sofortnutzer kommen auf ihre Rechnung

Geht es Ihnen auch so: Sie lesen etwas, und finden es so interessant, dass Sie das dazugehörige Werkzeug sofort haben möchten. Sofort, d.h. innerhalb von Sekunden, nicht erst irgendwann per Post. Das geht natürlich nur Online und mit Micropayment. Z.B. könnte es ja sein, dass Sie das 3x3 Mediamodell haben wollen. Immerhin ist es das einzige wirklich überzeugende  Grundmodell für alle Verlagsmanager, das alle Marktbeziehungen zwischen Rezipienten, Mediatoren und Inserenten gültig abbildet.
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Musterskizzen für Sie

Es ist ja so einfach - wenn man's kann. Sie kennen das. Konzepte können hochkompliziert sein, aber es geht auch anders: schlank und schnell. Das ist das, was wir heute brauchen. Beispiele für Blitzskizzen und 3x3 Sätze können Sie sich jetzt gratis ansehen. Nötig ist lediglich Ihre Registrierung.

Schneller und besser werden - geht das?

Das wird in Ihrem Verlag auch nicht anders sein: Die Schnellen sind schlampig und die Guten sind langsam. Doch das ist nicht gottgegeben. Es gibt ein Modell, das macht die Schnellen gut und die Guten schnell. Glauben Sie nicht? Lesen Sie die Aussagen von denen, die es wissen müssen. Oder sehen Sie sich die verblüffende Vorteilsliste an. Oder Sie möchten wissen, wie man den Wettbewerb richtig analysiert? Oder Sie schauen sich gleich mal eine praktische Anwendung an. Sie werden sehen, das funktioniert wirklich. Gut und schnell sein im Wettbewerb - beides braucht man heutzutage !

3x3 Partner werden

Die 3x3 Community hat einen inneren Kern. Das sind die autorisierten Partner. Im Moment sind das 20 Personen. Eine Liste (Auszug) können Sie sich ansehen. Vielleicht sind Sie auch selbst interessiert ...
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Haben Sie ein Mediamodell?

Eine Befragung unseres Instituts ergab: keine 20% der Verlagsmanager haben überhaupt ein konkretes Mediamodell. Der Rest hat kein Bild vom Markt. Steht die Frage im Raum: braucht man so was, und warum und wozu? Wir meinen, das ist das A und O der täglichen (Zusammen-)Arbeit! Und wir bieten Ihnen das 3x3 Mediamodell für Leser und Werbemärkte zum Ausprobieren an. Sie werden sehen: es ist bildlich, praktisch und fundiert. Lassen Sie sich kurz registrieren und schauen Sie sich das ebenso einfache wie leistungsfähige Tool mal an !
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Das 3x3 gestern und morgen

Sie arbeiten (noch) nicht mit dem führenden Konzeptionsmodell im Fachmedienmarkt? Dann springen Sie doch eben mal kurz in die knappe 3x3 EINFÜHRUNG mit den am häufigsten gestellten Fragen zum verlegerischen Basistool. Oder Sie stürzen sich direkt in 3x3 HISTORIE; da gibts eine Rückschau und einen Ausblick zu dem (immer schon!) crossmedialen Markeninstrument 3x3!

Klartext, Beispiel und Ratschlag

In "10 Geboten" hält Berater W. Ruf der Branche den Spiegel vor

Erstes Gebot: Kundenintegration
Du sollst den Kunden nicht als etwas außerhalb Deiner Unternehmung betrachten. Du sollst ihn stattdessen in Deine Aktivitäten integrieren. Du sollst (Produkt-)Qualität als quality for customer betrachten und die Kunden in Deine Leistung einbeziehen. Du sollst den Kunden nicht für dumm verkaufen, sondern ihm handfesten Nutzen anbieten.
zu 1.) Dem Kunden einen Nutzwert zu liefern – darin besteht die Existenzberechtigung von Unternehmen. Das heißt im Lesermarkt die Waschzettel der Industrie in den Mülleimer zu treten, und im Werbemarkt, die Werbewirkung konkret zu belegen statt unverlangte Hefte über das Land zu schütten. Kundenorientierung ist noch vielfach Lippenbekenntnis in der Fachmedienbranche. Marktforschung beschränkt sich häufig noch auf die Verkaufsförderung im Anzeigenmarkt. Lesermarktforschung kann auch ein kleiner oder mittlerer Verlag machen. Beim ORGENDA-Verlag wird z.B. in Permanenz die Produktzufriedenheit und der weitere Themenbedarf abgefragt, in Print, Online und persönlich. Aber bereits bei der Produktentwicklung muss der Kunde mit am Tisch sitzen, wie es in der Softwareentwicklung seit langem selbstverständlich ist. Bei BROCKHAUS gibt es sogar 3x3 Tische, die multifunktional, d.h. auch mit einem Kundenvertreter besetzt sind. Der nächste Schritt ist Kundenintegration. Leider mussten uns erst Wikipedia und Amazon vorexerzieren, was es heißt, den Kunden wirklich einzubeziehen. Höchste Zeit also !


Zweites Gebot: Marktsegmentierung
Du sollst sagen, für wen Du da bist und nicht beliebige Leistungen für alle und jeden erbringen. Du sollst die Chancen der Spezialisierung und Regionalisierung ebenso nutzen wie die der Leistungsausweitung und Internationalisierung, so lange Dein Fokus Dein Markt ist. Du sollst Deine Leistungen nach Preislevels differenzieren und die Unterschiede zwischen den Grundmärkten consumer, business und professional realisieren und Dich klar positionieren.
zu 2.) Wer sich einmal die Webpräsenz der deutschen Fachverlage ansieht, wird in einem Punkt erschrecken: Nur bei den wenigsten ist in drei Sekunden klar, wofür sie stehen und was sie wem an Nutzen bieten: NWB und DEUBNER machen das besser als andere, ohne freilich ihre Zielgruppen anzusprechen (vgl. fachmedieninstitut.de). Das geht natürlich nur, wenn vorher klare Markenzuständigkeiten definiert sind. Wenn BECK sich in Managementliteratur versucht und WEKA Juristenliteratur macht (unter dieser Marke), dann stimmt etwas nicht. THIEME macht es richtig: das ist die Medizinermarke, Publikumsliteratur läuft z.B. unter der Tochtermarke TRIAS. Der Markt entscheidet den Auftritt. Das geht bei Wiley/VCH so weit, dass die Strukturen und Markenauftritte international definiert werden, also über die Länder hinweg. Die andere Seite der Medaille ist die Regionalisierung, die Marke bleibt die gleiche. Die Preisdifferenzierung erstreckt sich z.B. bei BROCKHAUS vom kleinen Büchlein unter 10,- € bis 10.000,-€- für die Ritzi-Künstlerausgabe. Im Prinzip kann Preisspreizung jeder Verlag machen.


Drittes Gebot: Positionierungsklarheit
Du sollst Dich nicht vor Festlegung herumdrücken. Vielmehr sollst Du Dich auf allen drei Ebenen eindeutig positionieren: - durch ein marktorientiertes Selbstverständnis statt eines hektischen Zielgruppenwechsels, - durch klare strategische Ziele statt ständiger Richtungswechsel, - durch saubere Marktleistungskonzepte statt vager Bauchentscheidungen.
zu 3.) Klassische Verleger drücken sich gerne um Festlegungen herum. Sie wollen „Bunte Lese Vielfalt“ statt „Bayerischer LandschaftsVerlag“. Also alles für jeden, statt alles für einen. Das ist falsch. Zwar kann der (größere) Verlag natürlich auf mehreren Beinen stehen, aber dann jeweils mit klarem Markenfokus. Der Supergau: wenn interne Orga-Bezeichnungen nach außen kommuniziert werden wie z.B. SVHFI (sic !) oder GWV für Traditionsmarken wie GABLER, VIEWEG etc. Und dann noch Internetauftritte mit „xy-Channel“ statt der gelernten Buch- oder Zeitschriftenmarken! Bei HANSER schadet die gleiche Marke im literarischen und technischen Verlag nicht, weil die beiden Märkte nichts voneinander wissen und jeder „seine“ Marke schon richtig begreift. Klarheit würde ein Zusatz schaffen, z.B. bei  WEKA der Appendix WekaBau, WekaManagement, etc. Leichter tun sich Zielgruppenverlage wie der DEUTSCHE APOTHEKER Verlag (Apotheker) oder der Deutsche VERKEHRS Verlag (Logistik), aber auch ULMER = alles was grün ist, oder DELIUS KLASING = Wassersport (und mehr). Das Firmenversprechen muss klar und eindeutig sein, AUDI = Vorsprung durch Technik, BMW = Freude am Fahren. Das ist Positionierung !


Viertes Gebot: Marktausrichtung
Du sollst Dich an Deinen Stärken am Markt ausrichten und nicht an Deinen momentanen Produkten. Denken im Markt läuft anders als Denken im Produkt. Du sollst Deinen Erfolg danach beurteilen wie Du Märkte entwickelst und nicht wie Du Produkte herstellst.
zu 4.) Machst Du noch Produkte oder schaffst Du schon Märkte, so könnte man fragen. Die meisten denken noch im Produkt, die wenigsten schon im Markt. Weder die Anzahl noch die Art und schon gar nicht die Herstellungsweise der Produkte ist das Wichtigste, sondern ganz oben steht die Bearbeitung eines bestimmten Marktes. Außenwahrnehmung entscheidet: sind wir der, der wir in den Augen des Kunden sein wollen ? Oder bieten wir nur ein Produkt, ohne Zuständigkeit, ohne mehrmediale Abdeckung, ohne Ausbauperpektive. MARKT INTERN macht Infobriefe, das können sie. Aber welche Märkte beherrschen sie, wenn sie quer durch die Funktionen und Branchen ihre Dienste anbieten. Antwort: alle und keinen. Der LANDWIRTSCHAFTS Verlag Münster-Hiltrop ist mit Top Agrar Marktführer und bietet alles was der Landwirt braucht, und zwar auf allen Trägermedien bis hin zum Traktorvideo und der Gebrauchtmaschinen-Onlinebörse. So geht das !


Fünftes Gebot: Marktorganisation
Du sollst Dich nicht nach den klassischen Trägergattungen organisieren, wie es die Verlage seit Jahrzehnten tun. Du sollst Geschäftsfelder bilden entsprechend den Marktstrukturen; so sollst Du Dich aufstellen.
zu 5.) Was ist die Erbsünde der Verlagsbranche (um bei den religiösen Metaphern zu bleiben)? Ihre falsche Organisationsstruktur. Seit Jahrzehnten sind die meisten Verlage funktional statt divisional aufgestellt. Und wenn sie divisional nach Sparten strukturiert sind, dann nach falschen, nämlich nach Produktarten. Der HANSER Fachverlag hatte noch vor einigen Jahren seine Zeitschriften im bundesrepublikanischen Norden und seine Bücher im Süden. Heute gibt es einen einzigen Standort und viele Synergien, da es sich ja „nur“ um des Wechsel des Trägermediums handelt. Kunden, Inhalt , Nutzen – das sind im Prinzip genau die gleichen. Besonders die größten Fachverlage machen die größten Fehler und bilden z.B. eine eigene Struktursäule Online, wie das z.B. die HANDELSBLATT Gruppe mit economy one getan hat. Bei einer falschen Grundstruktur kann nichts Gutes herauskommen. RUDOLF MÜLLER macht es – nach langen Jahren der Umstrukturierung – richtig: Der Dachverlag, der Immobilienverlag etc. Da weiß man was man hat !


Sechstes Gebot: Mehrmediale Markenführung
Du sollst durch starke Marken aus der Informationsflut herausragen. Als Marke sollst Du nicht wie bisher üblich das Trägermedium begreifen, sondern das Leistungsfeld, welches Du auf den diversen Trägern mit ihren jeweiligen Stärken anbietest. Du sollst die Mediengattungen nicht gegeneinander leitmedienartig ausspielen, sondern deren spezifische Stärken ausprägen.
zu 6.) Weil wir gerade bei Kardinalsünden sind. Die Monomedialität ist es, die bei unserer Branche im Mark sitzt. Kaum jemand kann wirklich mehrmedial denken und handeln. Entweder er hat einen „Buchkopf“ oder einen „Zeitschriftenkopf“, oder neuerdings einen „Webkopf“. Aber echte Köpfe beginnen überhaupt erst mit der Mehrmedialität. Und Marken auch. One brand, multi media – das kann doch nicht so schwer sein. Ich selbst habe bereits vor dreißig Jahren den Dauerhit Teilzeit als Broschüre (danach als Loseblatt), als Formularblöcke und als Fachseminar angeboten, und zwar crossmedial vernetzt, wie es heute heißt. Mit dem Internet hat das also zunächst gar nichts zu tun, das Internet zwingt aber die Verlage jetzt endlich zum mehrmedialen Denken. Vergessen wir also die Leitmediensprüche unserer produktartendefinierten Verbände (was soll das ??) und machen wir es wie VINCENTZ-Network mit dem Altenpflegemarkt, wo es nahezu alles gibt, was man sich an Medien vorstellen kann, von Büchern bis zum Magazin, vom Kongress bis zum Onlineauftritt, und noch mehr. Das ist crossmediale Markenführung. Und Marktdurchdringung !


Siebtes Gebot: Leistungspalette    
Du sollst Deine Leistungen nicht auf das Selbstverständnis des klassischen Buch- und Zeitschriftenverlegers beschränken. Du sollst stattdessen Organisationshilfen, Serviceleistungen, Veranstaltungs-, Marktforschungs-, Auffindungs-, Adressqualifizierungs- und Vermittlungsprodukte als selbstverständliche Medienangebote in Deine Fullservice-Palette aufnehmen. Denn Du sollst den Kunden nicht abweisen.
zu 7.) Den Kunden im ureigenen Kompetenzbereich abzuweisen, das ist wahrscheinlich das Dümmste, was Verlage überhaupt machen können. Es geschieht aber tagtäglich. Nur weil ein Fachverlag keinen Informationsdienst produzieren kann, schickt er seinen Kunden zum Wettbewerb. Analog Buch, Zeitschrift, Zeitung (Fachzeitung !), Seminar, Onlinedatenbank, Terminplaner etc. Aber es geht viel weiter. Die meisten Verleger grenzen aus, was in Wahrheit durchaus zum Brancheninventar gehört. Ich bin doch kein Marktforschungsanbieter, kein Messeveranstalter, kein Softwareentwickler, kein Kongressanbieter, kein Adressvermittler, heißt es da. Wenn die wüssten, wie daneben dieses verkürzte Selbstverständnis liegt. HAUFE macht Software, IDG macht Messen, VNU macht Marktforschung, RWS macht Seminare, DSV (Sparkassenverlag) macht Formulare, WVGW macht Werbung. Und GOOGLE macht Suche, AMAZON macht Medienvermittlung, XING macht Geschäftskontakte, EBAY macht Auktionen, etc. Das sind unsere Märkte !


Achtes Gebot: Digitalisierung
Du sollst die Chancen der Digitalisierung dazu nutzen, um schneller, besser und kostengünstiger zu werden und nicht dazu, um nur noch elektronische Produkte anzubieten. Du sollst Dich durch die allgemeine Onlinehektik nicht irre machen lassen; Du sollst realisieren, dass es die meisten verlegerischen Modelle schon seit langem gibt, nur viel langsamer, teurer und komplizierter umzusetzen. Du sollst die gewaltigen Online-Chancen nutzen.
zu 8) Zur Digitalisierung von Contentsubstanzen gibt es ja seit Jahren keine wirkliche Alternative. Das ist in der Branche auch weitgehend "gegessen". Jetzt kommen welche, die uns Online als Allheilmittel verkaufen wollen. Als ob Fernsehen das Radio verdrängt hätte ! Wenn internationale Mediengruppen wie WOLTERS KLUVER oder hierzulande WEKA nur noch auf Online setzen, dann werden die unterschiedlichsten Stärken der diversen Trägermedien grundsätzlich verkannt. Der Kunde spürt nämlich sehr wohl, wo die Vorteile jeweils liegen, und er entscheidet jeweils entsprechend. Innensicht statt Außensicht, leider, wieder einmal. Auch die DEUTSCHE FACHPRESSE als Verband hat jahrelang das Onlinemedium als solches verherrlicht, bis sie erst in diesem und letzten Jahr zur crossmedialen Markenführung gefunden hat. Man muss lange suchen, jemanden zu finden, der das schon heute professionel macht, d.h. die Medien um die Marke herum gleichwertig konfiguriert. Eine Annäherung an das Optimum sehen Sie z.B. bei DR. OTTO SCHMIDT mit seinen Urteilsdiensten in Infodienst- und Onlineform mit crossmediealen Verweisungen. Die großen Chancen liegen noch vor uns !


Neuntes Gebot: Innovative Geschäftsmodelle
Du sollst mit reinen Konzeptionsvarianten hochflexibel sein („von mono zu multi“) und Dich bei wirklichen Geschäftsmodellen nicht verzetteln („less is more“); Geschäftsmodelle sind weit mehr als Bedarfs-, Produkt-, Preis-,  und Vertriebsvarianten.
zu 9.) Es ist das Verdienst des Internet, dass sich (Fach) Verleger mit Geschäftsmodellen befassen müssen. Die Folge: bei allem, was der Verlag bisher nicht kennt, wird von einem „neuen Geschäftsmodell“ gesprochen. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht darüber hören oder lesen kann. Keine 5 (in Worten: fünf ) Prozent davon sind tatsächlich neue Geschäftsmodelle. Die meisten sind überhaupt keine (wie z.B. der Online-Werbeweg, das Seminarprodukt etc.) und der Rest sind keine neuen (wie z.B. der Werbemarkt, die Kundenmedien etc.) Weil etliche Verlage immer noch zu wenig von Konzeptionsmethodik verstehen, betrachten sie jede Konzeptionsvariante gleich als Geschäftsmodell. Ein blühender Unsinn, der die Branche nur verrückt macht. Ein Beispiel für eine wirkliche Innovation, ja fast schon ein neues Geschäftsmodell: das Anbieten nutzungsbasierter Interessentenadressen an den Werbemarkt, wie es die Vorreiter VOGEL oder IDG propagieren. Das ist Innovation !


Zehntes Gebot: Mitarbeiterführung
Du sollst bei größtmöglicher Meinungsvielfalt keine divergenten Vorstellungen darüber zulassen, wie ein Markt im Grundprinzip funktioniert. Stattdessen sollst Du eine gemeinsame Plattform schaffen, die zu klaren Begrifflichkeiten, nahtloser Zusammenarbeit und erhöhter Schlagkraft im Wettbewerb führt.
zu 10.) Wie Märkte funktionieren – z.B. Vertriebs- und Werbemärkte – darüber sollte auch in einem Medienhaus Konsens herrschen. Besser noch: ein Bild muss es geben, eine klare Vorstellung, ein Modell mit einfacher Grundstruktur, damit jeder versteht, was wir in welchem Markt tun. Denn ohne Abbildung unseres Tuns in einem konsistenten Modell
- z.B. dem 3x3 -geht es nicht. Die Stärke eines Hauses lässt sich in Zukunft vielleicht durch eine ganz neue Erfolgsziffer messen:  Der Prozentsatz der Mitarbeiter, die selbstständig professionelle Markt-Leistungs-Konzepte erstellen und die Märkte danach entwickeln können. Der VERLAG FÜR DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT bildet jedes Jahr ca. 20 junge Manager genau in diesem entscheidenden Knowhow aus. So sieht Zukunftssicherung aus !


Diese zehn ToDo’s und Don’ts fasst der Jubilar in drei Megatrends zusammen, deren Ausgestaltung seit 1-2 Jahren die größte Herausforderung für die Fachmedien seien.

1) Hochdifferenzierte Marktsegmentierung:
die Ausrichtung an hochspezifischen Bedürfnissen schafft überhaupt erst Qualität

2) Kundenintegrierte Interaktivität:
die aktive Einbeziehung der Nutzer ist selbstverständlicher Qualitätsstandard

3) Mehrmediale Markenführung:
in der Internetwelt zählen nur noch crossmediale (Fach-)Marken mit Kundenqualität